Imkerthemen
24.05.2018 20:50

US-Winterverluste angestiegen

Die zwölfte Umfrage unter den US-Imkern zu ihren Bienenverlusten ergab für den Winter 2017/2018 ein erschreckendes Ergebnis: 30,7% der von Imkern betreuten Völker gingen zugrunde. Knapp jedes dritte Bienenvolk in den USA kam somit nicht über den Winter.

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Rund 4 800 Imker mit 176 000 Völkern beteiligten sich an der Datenerhebung. Geschätzt gibt es in den USA 2,67 Millionen Völker. Von diesen starben also rund 800 000. Nur das enorm starke Vermehrungspotential der Bienen vermag diese Rückschläge immer wieder auszugleichen, dies ist für die Imker mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden. Hobbyimker mit unter 50 Völkern hatten mit 46,3% höhere Verluste als Erwerbsimker mit 51 bis 500 Völkern (38,0%) und diese wiederum höhe Verluste als die großen Berufsimker (24,6%) mit über 500 Bienenvölkern.

Während des gesamten Erhebungszeitraums vom 1. April 2017 bis zum 1. April 2018 verloren die Imker sogar schätzungsweise 40% ihrer Bienenvölker. Als Ursachen für dieses Honigbienensterben gelten die Produktionsweisen der Landwirtschaft mit ihren Auswirkungen Nahrungsarmut und Pestizide sowie Bienenparasiten, an erster Stelle die Varroamilbe. Nicht erfasst werden dabei unzählige ebenfalls betroffene Insektenarten, die eine unschätzbare Rolle im Naturhaushalt einnehmen.

Quelle: Bee Informed [24.05.2018]