Imkerthemen 2015

Antwort des Bundesrates auf eine parlamentarische Anfrage:

Am 20. Oktober 2015 hat apisuisse-Präsident, Herr Nationalrat Bernhard Guhl im Namen der Schweizer Imkerinnen und Imker den Aufschub für die Neonicotinoid-Zulassung gefordert. (Details finden Sie in der Pressemitteilung vom 20.10.2015.)

Am 6. November 2015 kam nun von Herrn Bundesrat Johann Schneider-Ammann die erfreuliche Nachricht:

Verlängerung Neonicotinoid-Moratorium

Sehr geehrter Herr Nationalrat, lieber Bernhard,

Aufgrund von verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen zu den Risiken, denen Bienen bei der Exposition gegenüber subletalen Dosen ausgesetzt sind, hat das Bundesamt für Landwirtschaft 2013 die Bewilligung einiger Verwendungen von Pflanzenschutzmitteln, welche die Wirkstoffe Clothianidin, Thiamethoxam oder Imidacloprid enthalten, suspendiert. Diese Suspendierung ist unbefristet und gilt solange bis ein anderslautender Beschluss gefasst wird.

In solchen Situationen ist es am Bewilligungsinhaber, Beweise vorzubringen, die belegen, dass eine Verwendung ohne unannehmbares Risiko für Mensch und Umwelt möglich ist. Bisher liegen dem Bundesamt für Landwirtschaft diesbezüglich keine neuen Informationen vor. Daher ist eine Neubewertung durch die Zulassungsstelle nicht gerechtfertigt. Im Falle einer Neubewertung würden andere verfügbare Informationen, wie beispielsweise die Studie der Universität Bern, ebenfalls berücksichtigt.

Freundliche Grüsse
Johann N. Schneider-Ammann
Bundesrat

Quelle: VDRB

Das Institut für Bienengesundheit (IBH) der Universität Bern hat am 13.10.2015 neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Neonikotionoide veröffentlicht.

Seit einigen Jahren kommt es auf der Nordhalbkugel zu massiven Verlusten von Bienenvölkern. Eine mögliche Ursache dafür sind geschwächte Bienenköniginnen. In einer neuen Studie konnte nun aufgezeigt werden, dass zwei Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide den Bienenköniginnen erheblichen Schaden zufügen – und sie dadurch daran hindern können, ihre zentrale Funktion im Bienenvolk wahrzunehmen. Die Insektizide dürfen in der EU und der Schweiz seit 2013 nur noch beschränkt angewendet werden.

mehr lesen:
Universität Bern
Zürichseezeitung 14.10.2015
Zürichseezeitung 17.10.2015
ADIZ

Dies schreibt die «ADIZ» und der VDRB auf der Homepage:

In der italienischen Provinz Reggio di Calabria ist am 16. September 2015 erneut ein Volk mit einem adulten Kleinen Beutenkäfer und einer Larve gefunden worden.

Der Bienenstand befindet sich im Umkreis von 20 km um den Ausbruchsherd vom letzten Jahr. Dies ist der erste Käferfund in diesem Jahr und zeigt, wie schwierig die Ausrottung eines neu eingeschleppten Schädlings ist. In allen bisher aufgedeckten Fällen wurden die Käfer nicht mit Hilfe einer Falle, sondern aufgrund einer visuellen Inspektion entdeckt. Das zeigt zwar wie niedrig der Befall immer noch zu sein scheint, lässt aber Zweifel an der Zuverlässigkeit der negativen Befunde aufkommen. Schliesslich ist die visuelle Untersuchung eines Käfers, der vor den Bienen und dem Licht flieht, äusserst schwierig.

Quelle:
ADIZ »
VDRB »
Istituto Zooprofilattico Sperimentale delle Venezie »

Alljährlich führt der VDRB eine Umfrage über den Honigertrag durch. Je mehr Imker teilnehmen desto Aussagekräftiger sind die Auswertungen.
Unter den Teilnehmern werden 5 x 1 Karton (mit 800 Stück) Honigglasdeckel im Wert von je CHF 192.- verlost.

Weitere Informationen beim VDRB >>
Die Teilnahme erfolgt über folgenden Link.

Der vom VDRB durchgeführte Honig-Sensorikkurs von anfangs Juni war ein voller Erfolg, die Teilnehmer durchwegs begeistert. Der VDRB führt  in der letzten Oktoberwoche eine Wiederholung  mit Referentin Susanne Wimmer durch. Frau Wimmer ist Laborleiterin des Österreichischen Imkereizentrums und anerkannte Expertin für Honigsensorik.
Der Kurs gibt einen sehr guten Einblick in die Vielfalt und die fachgerechte Gewinnung und Verarbeitung des Honigs.

Kursdaten und Anmeldung >>

Von: Strickhof, Fachstelle Pflanzenschutz
Gesendet: Mittwoch, 22. Juli 2015 11:10
An: Alle Imker im Kanton Zürich
Betreff: Honiganalysen auf Streptomycin, keine Spuren im Jahr 2015

Sehr geehrte Imkerpräsidentinnen und -Präsidenten, -Berater und -Beraterinnen

Die Honiganalysen 2015 im Kanton Zürich sind abgeschlossen. Es freut mich Ihnen mitteilen zu können, dass in keiner der 13 Proben Spuren von Streptomycin festgestellt werden konnten.

Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe und wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit.

Freundliche Grüsse
Georg Feichtinger

Weiter Infos zum Thema Streptomycineinsatz im Kanton Zürich >>

Am 6.07.2015 führte uns Bruno Reihl, Bienensinspektor Urkantone, in die künftige Bedrohung des Kleinen Beutenkäfers ein.
Es ist sehr wichtig, dass alle Imker informiert sind. Nur durch eine frühzeitige Erkennung des Parasiten haben wir eine Chance dieser neuen Herausforderung mit Erfolg zu begegnen. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und alle Verdachtsfälle dem Bieneninspektor Werner Hungerbühler zu melden.

Herzlichen Dank an Bruno Reihl für das interessante Referat.

Das Referat kann hier heruntergeladen werden.

Information des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV:

Mit dem nationalen Programm APINELLA werden zusätzliche Massnahmen zur Früherkennung des Bienenschädlings Kleiner Beutenkäfer ergriffen. Verteilt über die ganze Schweiz werden 180 Imkerinnen und Imker regelmässig ihre Bienenvölker kontrollieren, um ein Auftreten des Kleinen Beutenkäfers so rasch als möglich zu erkennen. Mehr dazu...

Der Bienengesundheitsdienst hat auf seiner Homepage die kürzlich überarbeiteten Varroa-Behandlungsanleitungen (www.apiservice.ch/varroa) veröffentlicht.

Diese dienen dem Imker als Gedankenstütze und Hilfestellung im Kampf gegen die Varroa-Milbe. Neu aufgeschaltet sind die Merkblätter zur Sommerbehandlung. Weitere folgen demnächst.

 

«Im Auftrag der Bienen» sind wir der Ansicht, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, diese Petition zu unterstützen. Bitte bilden Sie sich Ihre Meinung: Link zur Greenpeace-Petition

Der VDRB hat diesen Hinweis ebenfalls auf seiner Homepage veröffentlicht.

Bienen, Imker und Inspektoren können auch von den Neuen Medien profitieren. Der VDRB hat eine App entwickelt, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Mit «BeeTraffic» können die gesetzlich vorgeschriebenen Meldungen an die Bieneninspektoren des Herkunft- und des Zielstandes verschickt und ihre Zustimmung eingeholt werden.

Details sind in der Maiausgabe der Schweizerischen Bienen-Zeitung und auf der Homepage des VDRB publiziert.

Kostenloser Download: Apple Store für iOS Smartphones, Google Store für Android Smartphones

Von: VDRB
Gesendet: Donnerstag, 2. April 2015 18:17
An: Alle Imker
Betreff: Importe von Kunstschwärmen aus Apulien

Geht an
- Sektions- und Kantonalpräsidenten
- Funktionäre VDRB
- Inspektoren

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir wurden heute Vormittag darauf aufmerksam gemacht, dass ein uns bekannter Bienenimporteur aus der Ostschweiz 500 Kunstschwärme aus Apulien importieren wird. Da die Schweizerische Bienen-Zeitung keine Inserate mehr für importierte Bienen annimmt, wurden die Kunstschwärme via Mail angeboten.
Der Importeur betont zwar, dass  alle gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden, aber bei der momentanen Bedrohung mit dem Kleinen Beutenkäfer ist nicht alles auch angebracht, was erlaubt ist. Wir finden es geradezu fahrlässig, zum jetzigen Zeitpunkt Bienen aus Italien zu importieren. Leider lässt das Gesetz keine generelle Importsperre zu. Wir bitten Sie daher, das Thema in Ihrer Sektion aktiv anzugehen. Dazu gehört auch, dass Ihr Verein die Jungkvolkbildung und Königinnenzucht aktiv fördert. Dann braucht niemand mehr für einen Schwarm von 1.5 kg 245 Franken zu bezahlen und eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die gesamte Imkerei darzustellen.

Mit dem besten Dank für Ihre Mithilfe und freundlichen Grüssen

Richard Wyss                        Bruno Reihl
Zentralpräsident VDRB         Sprecher des Forums der kantonalen  Bieneninspektoren

Entwarnung: kein Beutenkäfer im Fall Uri:

Letzten Samstag wurden in einem Urner Bienenstand verdächtige Larven entdeckt. Das Referenzlabor des Zentrums für Bienenforschung (ZBF) hat seine Untersuchungen nun abgeschlossen und gibt Entwarnung: Bei den in Uri gefundenen Larven handelt es sich definitiv nicht um den Kleinen Beutenkäfer.

Bericht Schweizer Bienenzeitung 4/2015:

Anfangs Jahr sind neue Regeln für die Unterstützung von Schweizer Bienen-Honig in Kraft getreten. Von diesen Änderungen profitieren ausschliesslich Goldsiegelimker/-innen.

Ab 2015 werden während vier Jahren im Rahmen der QuNaV-Kampagne (Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft Verordnung) Massnahmen zur Qualitätsförderung finanziert. In diese Kategorie fällt auch der Goldsiegel-Honig.

Details können Sie im Artikel der Bienenzeitung 04/2015 lesen.

Link zu den Angeboten

 

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hat die Zulassung von Streptomycin zur Feuerbrandbekämpfung für 2015 erneuert und teilt mit, dass praktische Versuche mit einem Alternativprodukt (LMA) durchgeführt werden.

Alle Imker, welche Bienenstände in einem Umkreis von 1km von zugelassenen Streptomycin-Einsatzgebiete im Kanton Zürich sind, erhalten eine schriftliche Meldung (25. April 15) vom Amt für Landschaft und Natur (ALN), Strickhof.

Details finden Sie unter folgenden Links:

Verbot, 16. Januar 2015
Ab dem 16. Januar 2015 ist es den Imkern der Schweiz untersagt, Bienen sowie Imkereiprodukte und -material aus Sizilien und Kalabrien einzuführen. Siehe Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV